Zum Antrag der CDU-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft über eine temporäre Entlastungsbrücke für den Köhlbrand erklärt Dr. Antonia Goldner MdHB:
„Hamburg kann es sich nicht leisten, bei der Köhlbrandbrücke auf das Prinzip Hoffnung zu setzen. Niemand kann garantieren, dass die marode Brücke bis zur Fertigstellung des Ersatzneubaus in rund 14 Jahren ohne weitere gravierende Einschränkungen durchhält. Eine Vollsperrung wäre für den Hafen und den Wirtschaftsstandort Hamburg ein Desaster.
Trotzdem hat der rot-grüne Senat bis heute keinen belastbaren Plan B. Jeder Unternehmer würde, ja, müsste für ein solches Risiko Vorsorge treffen. Genau das muss auch eine Landesregierung tun. Wir brauchen deshalb jetzt die konkrete Prüfung und planerische Vorbereitung eines Entlastungsbaus – nicht irgendwann, wenn die Brücke bereits dicht ist. Er soll den geplanten Neubau nicht ersetzen, sondern den Hafen für den Fall absichern, dass die bestehende Brücke vorher ausfällt.
Wer erst reagiert, wenn der Hafen stillsteht, handelt zu spät. Beim wichtigsten Nadelöhr des Hamburger Hafens brauchen wir Vorsorge statt Glück. Bloße Hoffnung ist keine Infrastrukturstrategie!“
Der Antrag ist hier abrufbar.